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SCIENCE-FICTION-KOLUMNE

Paradoxien der Künstlichen Intelligenz

Wie werden wir in dreißig Jahren Schach spielen? Kai Janneks aktuelle Science-Fiction-Kolumne aus der agora42 imaginiert ein Schachturnier der Zukunft, an dem „Großmeister mit und ohne Brain Computer Interface, menschliche Spieler im Team mit humanoiden Robotern oder mit Chess Engines mit oder ohne Augmented-Reality-Frontend“ teilnehmen. Die Kolumne mündet in eine Diskussion der Paradoxien künstlicher Intelligenz.

19.08.2020

Hier ein Auszug aus der Kolumne: 

Schon in der Vorrunde zog ein humanoider Roboter die Aufmerksamkeit vieler Zuschauer auf sich. Man hatte ihm als Einzelspieler keine hohen Chancen zugeschrieben, aber er besiegte ein ums andere gegnerische Team. Bei dem Roboter handelte es sich um einen Erlkönig, also um einen Prototypen aus irgendeiner Manufaktur (...). Nicht nur dass er gewann, war unglaublich, auch die Art und Weise, wie er gewann. Er zitierte in seinem Spiel historische Schachpartien und Schachzüge von Bobby Fischer, Garri Kasparow, Magnus Carlsen und ZackS, er ahmte die Signature Moves von spielstarken Schachprogrammen wie Deep Blue, Stockfish und Deep Shredder nach. Er wich punktuell von den Originalpartien ab und zeigte so auf, wo die historischen Großmeister Fehler begangen hatten. Eine immer größere Zuschauertraube bildete sich um den Erlkönig. Vor allem Roboter drängten sich um ihn. Und sie redeten auf ihn ein. Immer mehr. Immer lauter. In einer Sprache, die ich noch nie gehört hatte. Sie schienen ihn bremsen zu wollen. Oder beschwichtigen. Ich verstand zunächst nicht den Grund dafür. Doch als ich in die Augen der menschlichen Zuschauer sah, als ich in mich selbst hineinhorchte, bemerkte ich, dass sich da neben der Faszination für die Spielweise dieses Roboters noch ein anderes Gefühl breitmachte. Es war Angst.

Die gesamte Kolumne als PDF-Download: 

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